Was gibt’s zum lesen im Juni?

Hass im Netz von Ingrid Brodnig:

Heutzutage kommt man nicht mehr zurecht, ohne wenigstens einen Facebookprofil zu haben. Schon seit vielen Jahren heißt es, dass man nicht existiere, wenn man nicht auf Facebook sei. Wir verbringen mehr und mehr Zeit auf Social Media und im Netz überhaupt. Da kommt man in Verbindung mit der ganzen Welt. Dabei entsteht im digitalem Raum eine Öffentlichkeit, wo nicht zuletzt auch allerlei Debatten stattfinden. Das ist doch eine gute Sache für die Demokratie, würde man denken – Meinungsfreiheit, offene Debatten… Ein Raum, der uns ermöglicht, Brücken zu bauen. Leider hat das Netz auch eine dunklere Seite: Hassrede, Lügen und Mobbing sind schon Alltag im Internet. Da gibt es lauter toxischen User, die einen respektvollen Austausch unmöglich machen. Sie schimpfen, beleidigen, bedrohen alle anderen entweder „nur zum Spaß“ oder sogar, um ihre eigene „absolute Wahrheit“ den anderen zu erzwingen.Wie kommt man in so einem feindseligen Raum noch zurecht?

JUNI3Draußen rauchen ist Mord am ungeborenen Baum von Fritz Eckenga:

Allein der Titel genügt, um das Buch kurz zu fassen: da steckt viel Humor drin in Form von unerbittlichem Sarkasmus. Das Thema? Das kann man auch erahnen. Und zwar ist das kein Plädoyer für das Rauchen (oder doch?), sondern scharfe Kritik an die heutige Gesellschaft. Von Kurzgeschichten über Äpfelpressen bis hin zu im ernsthaften Ton geschriebenen Scherzmails an Angela Merkel kann man hier alles finden. Da bekommt man sogar einen Einblick in die französische Fußballsprache und lernt zwischendrin auch etwas zur österreichischen Landeskunde. Und wer die kurzen Texte trotzdem zu lang findet, hat eine weitere Auswahl: ein paar verstreute Gedichte liegen auch drin.

JUNI1Ich bin hier nur der Kumpel von Martin Gülich:

Immer ganz locker bleiben, bloß keine Hektik. Das ist Finns Lebensmotto. Mit Sechszehn hat er Wichtigeres zu tun, als sich zum Beispiel über Französisch oder Chemie Sorgen zu machen. Auch wenn er in diesen Fächern nicht genau die besten Noten hat. Finn will lieber Gitarre spielen. Damit er etwas mit einem Mädchen anfangen kann. So locker ist aber sein Leben gar nicht, doch das versteckt er sorgfältig vor den anderen. Beide seiner Eltern sind nämlich tot. Er lebt bei seiner Tante, mit der er sich trotz allem richtig gut versteht. Jedoch wird sein Leben komplizierter, denn Carla taucht in seiner Klasse auf: mitten im Jahr eine neue Kollegin!

JUNI2Für die vollständige Buchtipps können Sie jeden Mittwoch zwischen 13.00 – 14.00 Uhr (auf 630 Khz MW) und zwischen 19.00 – 20.00 Uhr (auf 105,9 Mhz UKW) oder auf livestream die deutsche Sendung des Radio Temeswar hören. Die Sendungen sind jederzeit online abrufbar.

 

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